Stationen - vom Suchenden zum Findenden

oder auch

„Lerne zu werden, der du bist, und sei danach.“ (Pindar)

Meine Geschichte / mein Leben verlief zunächst normal. Sehr normal. Fast schon langweilig.
Geboren und aufgewachsen in einem intakten Elternhaus. Ohne nennenswerten Probleme oder Anstrengungen durch  das Erziehungs- und Bildungssystem katapultiert, konditioniert und in den Arbeitsmarkt geschliddert / gerutscht.

Nach Abschluß der Schule die übliche Frage: Studium oder Ausbildung?

Studium? Sicher, Psychologie hat mich schon immer fasziniert. Aber das kostet Zeit und bringt kein Einkommen. Und das nur, um dann am Ende zusammen mit Millionen anderen auf den Arbeitsmarkt geschwemmt zu werden?

Also besser Ausbildung! Aber was? Keine Ahnung, letztlich egal, Hauptsache was lernen und Geld verdienen.

Wie heißt es so schön: „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ und „Zähne zusammenbeißen und durch“. Also Ausbildung zum Versicherungskaufmann, Ausbilderprüfung, Versicherungsfachwirt, Aufstieg in der Branche bis hin zum Vorstand mit speziellen Aufgabenbereichen…

Von außen gesehen alles ziemlich gradlinig, erfolgreich, zielgerichtet, privilegiert,  vielleicht beneidenswert. Mein Fokus war auf die Arbeit gelenkt. Zahlen, Daten, Fakten, Karriere. Und alles ging seinen geordneten Weg…

Doch je länger ich in diesem Zustand verharrte und mein Leben so dahin plätscherte, um so häufiger kamen Zweifel und innere Zerrissenheit auf. Ich bewegte mich ständig zwischen sollen, müssen und wollen bzw. eher ‘nicht genau wissen, was ich wirklich will.’

Ich wusste nur: Irgendwas passt da nicht. Ich wollte weg. Weg von Konformität und Uniformität, die mir all die Jahre als Schutzpanzer dienten. Weg von den Standards und Normen, die mich einengten, hin zu einem selbstbestimmten Leben, einer ehrlicheren Selbstwahrnehmung, mehr Selbstverantwortung und Klarheit im Denken und Handeln. Hin zu meiner eigenen Mitte. Es würde ein langer, steiniger Weg, soviel war klar.

Ich hinterfragte mich. Immer wieder. Bin ich das? Ist das “mein“ Leben? Diese Sinnfragen waren ständig präsent. Zunächst leise, später immer lauter. Anfangs jedoch, ohne mich wirklich konzentriert um Antworten zu bemühen.

 

Gleichzeitig befand ich mich aber, unbemerkt von mir selbst, längst auf meinem Weg.

Denn ich unterstützte Menschen in meinem Umfeld schon mein Leben lang bei der Entfaltung ihrer Persönlichkeit, ihres Potentials, beim Überwinden von Problemen und Hindernissen. Freunde, Bekannte, Mitschüler, Nachbarn… Anfänglich unbewusst und intuitiv, mit zunehmender Faszination und tieferen Einblicken in das Thema dann immer fundierter.

 

Doch zurück zur Chronologie: Vor rund zehn Jahren hatten Intuition, Unterbewusstsein und meine innere Stimme dann offenbar ‘die Schnauze voll’. Nachdem sie mich immer wieder dezent daran erinnert haben, das da in meinem Leben ‘irgendwas’ nicht stimmig ist und ich diese Hinweise regelmäßig missachtet habe, blieb als letzte Konsequenz nur die brachiale Holzhammermethode: Panikattacken, Angstzustände, Bore-Out. Rien ne va plus, Game over, nichts geht mehr, Stillstand.

Wahrlich keine schöne Situation. Und natürlich nicht vergleichbar mit den existenziellen Krisen, in denen sich zunehmend mehr Menschen befinden, die tagtäglich mit Depressionen, Burn-Out, psychischen Erkrankungen kämpfen.

Im Nachhinein für mich jedoch ein erster Meilenstein. Ein erster Wendepunkt hin zu mir selbst. Die Erinnerungen an die Neugier für psychologische Themen, an das “warum ticken Menschen so, wie sie ticken” kam zurück. Das Interesse daran, wie wir es schaffen, die 500 PS, die jeder von uns “unter der Haube” hat, auch auch auf die Strasse zu bekommen.

Aus drängendem Eigenbedarf folgten erste Aus- und Fortbildungen, um mich selbst, das “was will ich wirklich wirklich” besser zu verstehen.

Dann, 2014 und 2015, kamen mehrere Momente, die alles endgültig veränderten.

Es war Zeit für eine wegweisende Entscheidung, nur für mich. Zeit, das Hamsterrad zu verlassen. Zeit, den alten Kokon aus – vermeintlicher – Sicherheit in der Versicherungsbranche abzustreifen. Zeit, den Fokus komplett neu auszurichten.

Selbsterkenntnis ein großer Schritt zur Besserung

– doch ohne Umsetzung, ohne danach auch zu handeln wird schnell ein Rückschritt daraus.

Und innerhalb kürzester Zeit war da, was lange Jahre fehlte. Durchblick, völlige Klarheit. Über mich selbst und meine Zukunft. Es war alles schon in mir. Die ganze Zeit. Es brauchte nur den Blick von außen, um es zu entdecken und an die Oberfläche zu holen.

Der Mensch steht seit jeher im Mittelpunkt meiner Wahrnehmung. Eine schon immer vorhandene Konstante in meinem Leben. Mit Menschen. Für Menschen.

Ich musste jedoch erst einmal mit mir selbst im Reinen sein. Intuition, Empathie und emotionale Intelligenz in mir genauer kennenlernen, wertschätzen und ihnen Raum geben. Seit ich diese „Etappenziele“ erreicht habe, kann ich auch andere Menschen auf diesem Weg professionell begleiten.

Heute bin ich in meiner Mitte, folge nur meiner Intuition und kann mich mehr denn je in Menschen und Situationen hineinfühlen. Auch für dich.

Werde auch du vom Antagonisten zum Protagonisten. Setz dich mit den Gegenspielern und Widersachern in dir auseinander und werde vom Komparsen und Statisten zum Regisseur und Hauptdarsteller deines Lebens.

Lebe DEIN Leben

Dich interessiert meine vollständige Vita? Bitteschön: CV Andreas Vogtschmidt